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Die Übung gibt auf der Grundlage ausgewählter epigraphischer Zeugnisse aus verschiedenen Regionen des antiken griechischen Sprachraums einen Überblick über unterschiedliche Typen griechischer Inschriften von der archaischen bis in die hellenistische Zeit. Im Mittelpunkt des Interesses stehen solche Inschriften, die von besonderer Bedeutung für die althistorische Forschung sind. Dazu gehören etwa die athenischen Tributlisten der Mitglieder des Delisch-Attischen Seebunds, die Gesetze von Gortyn auf Kreta, die lakonischen Grabmonumente für Gefallene sowie Inschriften für Frauen, die bei der Geburt ihres Kindes verstorben waren. Zu ihrer Interpretation werden auch archäologische und literarische Quellen herangezogen. Der Kurs richtet sich auch an Studierende ohne Kenntnisse der altgriechischen Sprache. Alle Inschriften werden deshalb in Übersetzung besprochen.
Literatur zur Einführung:
G. Petzl, Epigraphik, in: Heinz-Günther Nesselrath (Hg.), Einleitung in die griechische Philologie, Stuttgart and Leipzig, 1997, S. 72-83.
K. Brodersen, W. Günther, H. H. Schmitt, Historische griechische Inschriften in Übersetzung, 3 Bde., Darmstadt 1992-1999 (2. Aufl. in einem Band, Darmstadt 2011).
Bibliographische Hilfsmittel:
M. Guarducci, L’epigrafia greca dalle origini al tardo impero, Rom 1987 (ND 2005).
T M.N. Tod, A Selection of Greek Historical Inscriptions, 2 Bde., Oxford 1933/1948.
L. Moretti, Iscrizioni storiche ellenistiche, 2 Bde., Florenz 1967/1976.
R. Meiggs, D. Lewis, A Selection of Greek Historical Inscriptions to the End of the Fifth Century B.C., 2. Aufl., Oxford 1989.
R. Osborne, P.J. Rhodes, Greek Historical Inscriptions, 478-404 B.C., Oxford 2017.
[Diese Veranstaltung ist Teil des Forum Antike Bern.] |