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Root number
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516439 |
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Semester
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FS2026 |
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Type of course
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Lecture |
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Allocation to subject
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German Language and Literature |
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Type of exam
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Written exam |
| Title |
Ergänzungskurs (Vorlesung) LW I: From Text Immanence to Neomedievalism – Old and New(est) Approaches to the Study of Medieval Literature and Its Reception |
| Description |
Die literaturwissenschaftliche Mediävistik hat die zentrale Aufgabe, uns fremd gewordene Texte aus der Zeit des Mittelalters wieder verständlich zu machen. Zu diesem Zweck hat die moderne Literaturwissenschaft bereits eine grosse Bandbreite von Methoden («-ismen») zur systematischen Erforschung von Texten erarbeitet und entwickelt fortlaufend neue Zugänge. Die Vorlesung widmet sich entsprechend neueren und neuesten Perspektiven auf mittelalterliche Texte, die im deutschen Sprach- und Kulturraum entstanden sind. Diese Perspektiven sind verbunden mit ‘neuen’ Fragen, die man an jene ‘alten’ Texte stellt: Werden sie den literarisch inszenierten Dingen und Tieren (im Verhältnis zum Menschen) in irgendeiner Art und Weise ‘gerecht’? Wo beginnt im Verständnis der Autorinnen und Autoren des Mittelalters das Anthropozän? Welchen Stellenwert haben das Fremde und Andere in den Texten, und zeigen sich darin schon frühe Konzepte von ‘Rasse’ und Rassismus? Zeigen uns die Literaturen des Mittelalters auf, was einmal nach dem Zeitalter des Menschen kommen wird? Lassen sich mittelalterliche Handschriften wie Comics lesen? Wie wird das Mittelalter mit seinem reichen Schatz literarischer Stoffe und Motive in der gegenwärtigen Popkultur, darunter auch in Computerspielen, rezipiert und letztlich neu erfunden? Und schliesslich: Welchen Nutzen hat es, mittelalterliche Texte aus der ‘Distanz’ zu lesen? Die Vorlesung möchte einen fundierten Überblick über diese neu(est)en Zugänge bieten und aufzeigen, wie sie sich in der literaturwissenschaftlichen Praxis umsetzen lassen. Letztlich möchte die Vorlesung dazu anregen, eigene ‘neue’ Fragestellungen für die Beschäftigung mit mittelalterlicher Literatur zu entwickeln.
Literatur
Gabriela Kompatscher-Gufler, Reingard Spannring und Karin Schachinger: Human-Animal Studies : Eine Einführung für Studierende und Lehrende. Stuttgart: utb 2017.
Benjamin Bühler: Ecocriticism. Eine Einführung. Stuttgart: Metzler 2016.
Janina Loh: Trans- und Posthumanismus zur Einführung. Hamburg: Junius 2023.
Ursula Peters: Postkoloniale Mediävistik? Überlegungen zu einer kulturwissenschaftlichen Spielart der Mittelalter-Philologie. In: Scientia Poetica 14 (2010), S. 205-237.
Franziska Ascher: Erzählen im Imperativ. Zur strukturellen Agonalität von Rollenspielen und mittelhochdeutschen Epen. Bielefeld: transcript 2021.
Aline Madeleine Holze: Digitale Heldengeschichten. Medienübergreifende narratologische Studie zur Rezeption der mittelalterlichen deutschsprachigen Epik in Computerspielen. Frankfurt a. M.: Peter Lang 2017.
Marion Darilek und Matthias Däumer (Hrsg.): Comics des Mittelalters – Mittelaltercomics. Vom Spruchband zur Sprechblase. Bielefeld: transcript 2025. |
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ILIAS-Link (Learning resource for course)
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Registrations are transmitted from CTS to ILIAS (no admission in ILIAS possible).
ILIAS
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Link to another web site
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| Lecturers |
PD Dr.
Stefan Abel, Institute of Germanic Languages and Literatures ✉
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ECTS
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3 |
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Recognition as optional course possible
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No |
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Grading
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1 to 6 |
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| Dates |
Thursday 14:15-16:00 Weekly
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Thursday 18/6/2026 14:15-16:00
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| Rooms |
Hörraum F 021, Hörraumgebäude Unitobler
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| Students please consult the detailed view for complete information on dates, rooms and planned podcasts. |