472846-HS2021-0-Empathy: Exegetical and practical theological approaches





Root number 472846
Semester HS2021
Type of course Seminar
Allocation to subject Theology
Type of exam not defined
Title Empathy: Exegetical and practical theological approaches
Description In den vergangenen rund 20 Jahren wurde das Thema Empathie von verschiedensten Disziplinen, darunter den Kognitionswissenschaften, den Politikwissenschaften, den Rechtswissenschaften und nicht zuletzt der Philosophie verstärkt aufgenommen und als Bestandteil gesamtgesellschaftlicher Diskurse diskutiert. Dabei kamen Fragen nach der Entstehung von Empathie, nach verschiedenen Typen von Empathie, ihrem Nutzen und ihren Grenzen in den Blick, die, vor allem auch aufgrund des multifaktoriellen Charakters von Empathie und ihrer vielfachen Verbindungen zu anderen emotionalen und kognitiven Prozessen, in den verschiedenen Disziplinen nicht abschließend beantwortet sind. Multifaktoriell deshalb, weil unter dem Begriff Empathie ganz verschiedene Phänomene und vor allem deren Wechselwirkungen zusammentreten. Von affektiver Resonanz, Gefühlsansteckung, über unmittelbares Ausdrucksverstehen hin zu leiblicher Synchronisierung, Mentalisierung oder Simulation und Stellvertretungsphänomenen.
Wenn es stimmt, dass Empathie grundlegend ist für menschliches Zusammenleben aller Zeiten, dass das Verstehen fremder emotionaler Welten, das Verstehen des Denkens des Gegenübers, entscheidend ist für die Bearbeitung von Konflikten aber auch zu ebensolchen führen kann, sollte uns das Thema der Empathie auch in verschiedenen theologischen Disziplinen beschäftigen. Ist Empathie eine innere Qualität oder etwas, das wir verkörpern und tun, eine Praxis? Welche Bedingungen müssen vorliegen, damit Empathie entstehen kann? Sind diese Faktoren biologisch verankert oder sozial erlernbar? Inwiefern lässt sich Empathie verstetigen oder können wir unter bestimmten Umständen unsere Empathiefähigkeit verlernen? Führt Empathie zu guten Taten oder steht sie uns nur gut zu Gesicht? Ausgehend von dem biblischen, hermeneutischen und interkulturellen Hintergrund wird das Thema Empathie in seiner Praxisrelevanz neu qualifiziert. Sodann wird erörtert, ob und wie Empathie zwischenmenschliche Interaktionen in biblischen Texten, in der Seelsorge und in der Religionspädagogik beeinflusst. Wie weit kann Empathie in diesen Bereichen zu einer Ressource für die Interaktionspartner werden? Unter welchen Umständen entstehen Empathie-Blockaden? Wie können die Schattenseiten von Empathie in einem dialogischen oder aber trialogischem Prozess reflektiert und möglicherweise überwunden werden? Einen interdisziplinären Versuch unternimmt dieses Seminar, indem es diesen Fragen nachgeht.
Zunächst soll es mit Grundlagen des Empathiediskurses vertraut machen sowie die Möglichkeiten eines Gesprächs zwischen modernen Begriffen/Diskursen und historischen Quellen hermeneutisch ausloten, um dann unter Oberthemen wie „Empathie und Ethik“, „Empathie und Körper“, „Narrative Empathie“, „Empathie und Virtualität“ u.a.m. biblische Texte, praktisch-theologische und andere Perspektiven zu diskutieren.
ILIAS-Link (Learning resource for course) Registrations are transmitted from CTS to ILIAS (no admission in ILIAS possible). ILIAS
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Lecturers Dr. Nikolett MóriczInstitute of Practical Theology 
Dr. Nancy RahnInstitute of Old Testament Studies 
ECTS 6
Recognition as optional course possible Yes
Grading 1 to 6
 
Dates Monday 14:15-16:00 Weekly
 
Rooms Seminarraum 005, Seminargebäude vonRoll
 
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