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Root number
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520801 |
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Semester
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HS2026 |
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Type of course
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Course |
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Allocation to subject
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German Language and Literature |
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Type of exam
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Seminar paper |
| Title |
Vertiefungskurs/Aufbaukurs/Ergänzungskurs LWII/Komparatistik: «Zeitenwende» and «Vibe Shift». Between Heroism and Postheroism |
| Description |
Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde die Gegenwart als Epoche der Stabilisierung, Globalisierung und Liberalisierung beschrieben. Mit Francis Fukuyamas Diagnose vom "Ende der Geschichte" (1992) verband sich die Vorstellung, dass ideologische Großkonflikte überwunden seien. Spätestens seit den Krisen und Konflikten des 21. Jahrhunderts – Terrorismus, Finanzkrise, Pandemie, Klimawandel, neue Kriege, Autokratisierung etc. – ist diese Erzählung jedoch infrage gestellt. Der tiefgreifende politische Stimmungsumschwung der letzten Jahre ist mit Begriffen wie "Zeitenwende" oder "vibe shift" bezeichnet worden. Parallel dazu lässt sich ein Wiederaufkommen "heroischer Dispositionen" (Herfried Münkler) beobachten: Heldenerzählungen, Heldenverehrung, Heldenbedarf. Mit heroischen Narrativen wie Opferbereitschaft und Wehrfähigkeit wird Politik gemacht. Wir erleben den kulturgeschichtlichen Übergang vom Postheroismus zu einem Neoheroismus. Diesem Zusammenhang von Heldentum und politischer Zeitgeschichte wollen wir nachgehen.
Das Seminar untersucht kultur- und literaturwissenschaftliche Deutungen der historischen Entwicklung seit den 1990er Jahren. Im Zentrum stehen Fragen nach dem Verhältnis von Heroismus und Postheroismus, nach den kulturellen Reaktionen auf die Krisenerfahrungen der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart sowie ihrer literarischen Rezeption. Gelesen werden theoretische, essayistische und literarische Texte (gern auch in Abstimmung mit den Interessen der Kursteilnehmenden).
Literatur
Zur Einführung:
Ulrich Bröckling: Postheroische Helden. Ein Zeitbild. Berlin 2020.
Herfried Münkler: Heroische und postheroische Gesellschaften. In: Merkur 61 (August/September 2007), Heft 8/9, S. 742–752.
Jan Philipp Reemtsma: Helden und andere Probleme. Essays. Göttingen 2020.
Dieter Thomä: Warum Demokratien Helden brauchen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus. Berlin 2019. |
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ILIAS-Link (Learning resource for course)
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Registrations are transmitted from CTS to ILIAS (no admission in ILIAS possible).
ILIAS
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Link to another web site
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| Lecturers |
Dr.
Thomas Philip Nehrlich, Institut für Germanistik - Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Prof.Lubrich) ✉
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ECTS
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0 |
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Recognition as optional course possible
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Yes |
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Grading
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1 to 6 |
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| Dates |
Thursday 14:15-16:00 Weekly
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Rooms
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| Students please consult the detailed view for complete information on dates, rooms and planned podcasts. |